Irische Traditionen müssen gepflegt werden

Traditionen sind da, damit sie beständig bleiben. So halten wir es selbstverständlich auch. Denn ein Open Doors Festival ohne Stormin’ Norman ist irgendwie unvollständig. Der Ire, der seit gefühlten hundert Jahren die kleine Hugenottenstadt am Rande der Weltmetropole Frankfurt am Main beehrt, ist wahrlich schon viel herum gekommen. Aber am liebsten ist er hier, hier bei uns, in Neu-Isenburg, beim Open Doors Festival, wenn man dem ansässigen Volksmund Glauben schenken darf.

Ist ja auch in gewisser Weise verständlich, denn Tradition ist Kult und Kult ist Tradition, zumindest bei uns. Der Lighthouse Pub an der Beethovenstraße ist sicherlich eine der urigsten Live-Locations im Stadtplan, stehen dort an den Wochenenden doch einige Hektoliter Guinness Bier und noch mehr edelste Brände aus destillierter Getreidemaische für Künstler und Besucher zur Verfügung. So, wie es sich für einen echten Pub eben gehört.

Und wenn Norman seine Gitarre auspackt, auf sein rechtes Knie legt, die Finger sortiert und zielgenau auf dem Griffbrett platziert, dann kommt einem bei geschlossenen Augen die Erinnerung an die grünen Weiten des unvergleichbaren Irlands ins Gedächtnis, selbst wenn man noch nie persönlich und wahrhaftig dort war. Aber so muss es sein. Die Klänge sind so lieblich, wie sie traurig sind, gleichermaßen fröhlich und so fromm wie ein frisch geschorenes Schaf auf einer saftigen Weide. Vier Stunden feinster Irish Folk wird mit so viel Enthusiasmus geboten, dass selbst die Kerrygold im Kühlschrank schmilzt. Ein perfekter Ausklang für alle, die von handgemachter Musik niemals genug bekommen und sich einen krönenden Abschluss eines turbulenten Festivals gönnen wollen. Wenn nichts mehr geht, geht’s definitiv noch beim guten Norman. Nämlich bis 22:00 Uhr. Sehen wir uns?

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