SO KOMMET UND SCHWENKET EUER HAUPT

Inseln der Ruhe, Oasen der Gelassenheit und Hafen der Sinne: Das alles gibt es bei The Streamers nicht! Sanfte Klänge, schmiegsame Farben und flaumige Melodien: Das alles gibt es bei The Streamers auch nicht! Liebreizend, schön und makellos, das sind The Streamers bei Weitem auch nicht. Wobei ja die Schönheit im Charakter des Auges liegt. Läge. Wenn man sich drauf einlässt, einlassen täte, dann geht’s. The Streamers sind zäh, laut und rotzig. The Streamers sind auch ungestüm, krawallig und eloquent.

Denn was auf und vor der Bühne passiert, das ist hinlänglich bekannt. Zumindest sollte es das sein. Da werden nämlich schonungslos die Mähnen geschüttelt und die Pommesgabeln in die Höhe gerissen. Grelle Schreie werden von noch heftigeren Gitarrenriffs überboten, das wohl kalkulierte Gedresche auf die Trommelfelle steht in völligem Einklang mit dem satten Wummern des kopflosen Basses eines gar nicht so kopflosen Bassisten. Es geht heiß her: Texte über Feuer, Rebellion, Lebensfreude und die Metal-Götter werden ins Mikrofon geplärrt, Gitarrensoli werden überboten von wild gewordenen Flitzefingern und sowieso fehlen eigentlich nur noch die Flammenwerfer und Pyro-Elemente auf der Bühne. So wie es sich eigentlich an einem Sonntagnachmittag nicht gehört. Der Katersonntag würde sich eher zum Ausnüchtern, zum auf der Couch Fläzen, oder zum gemütlichen Grillen im Garten eignen. Aber doch nicht, um sonntags zu The Streamers gehen. Etwa genug der Rebellion? Die sind doch viel zu laut. Und es kommt noch hinzu, wenn man in Neu-Isenburg wohnt und am Sonntagnachmittag auf der Couch ausnüchtert, dass man The Streamers durch die geschlossenen Fenster und das professionell gemörtelte Mauerwerk hört.

Denn Balladen werden keine gespielt, ausschließlich harter Rock, grooviger Cross-Over und schmetternder Heavy-Metal bahnen sich ihren Weg durchs Gemäuer der Nachbarn. Wunderschön, wie der gemeine Metal-Fan behaupten würde. Erst wenn die Ohren klirren und die Augenlider zittern, dann sagt der Headbanger ja zur Musik. Dann ist der Dissident positiv gesinnt, dann schwenkt er die Fahne des Bieres und bekommt schlagartig gute Laune! Aber das ist all den Weicheiern, Langweilern und Schlafmützen, die sich lieber ein Würstchen auf der Couch grillen und den Kater daheim hüten, völlig egal. Pure Ignoranz, selbst dran schuld. Wir wissen schließlich alle, dass der Metal niemals schläft und das Wörtchen Kater eigentlich beim Lebensgefühl des Hard-Rock nicht existent ist. Das Team von Bier Müller ist schon total euphorisch und wartet hinter der Theke auf euch Fans.

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