HOLYHEADOSAURUS REX

Paddy Schmidt könnte man schon als Dinosaurier bezeichnen, ja schon fast als Fossil. Seit über 25 Jahren spielt er nahezu jährlich auf dem Musikspektakel, er ist einer von der allerersten Stunde. Er hält die Fahne hoch, er erinnert sich noch, wie man früher für 10 DM acht Bühnen und zwölf Bands erleben konnte, das muss in den frühen 90ern gewesen sein. Mitten in der Blüte seines Erfolges, als der Irish Folk noch seinen Platz in der Musik-Hitparade fand. Paddy war es vielleicht sogar, der mit seinem hochdekorierten Namen unser beschauliches Event bereicherte.

Und das tut er heute noch. Sicherlich. Schließlich steht Paddy Goes To Holyhead immer noch in den obersten Reihen der Festival-Headliner. Ein hart erarbeitetes Stück Geschichte. Dinosaurier eben. Wir sind uns auch sicher, dass dies so bleiben wird. Denn auch wenn ein Dinosaurier auf der Bühne steht, heißt es nicht, dass verstaubte Musik gespielt wird. Dieser Mann hat etwas erlebt. Seine frische Art die Zuschauer, Zuhörer und seine Fans, die teils von weither anreisen, in den Bann zu ziehen, ist keineswegs etwas, was er vor Millionen von Jahren in Harz gegossen hat. Paddy ist kein Ausstellungsstück in einem Museum, vielmehr ist er lebendiger denn je und schafft es auch nach vielen Dekaden, den Hof des Bier Müller Geländes am Sonntagmittag zu füllen. Eine fast unmenschliche Katerzeit.

Doch sind seine Fans keine irischen Hooligans, die Aschenbecher durch die Gegend pfeffern, sondern eher die Sorte Mensch, die gepflegt einen kühl gezapften Gerstensaft in der Hand halten und mit geschlossenen Augen der lieblichen Melodie lauschen. Liebhaber eben. Wenn Paddy über die ganzen Tagträume, der auf der grünen Insel Heimischen, singt, wenn es wieder um die Lebensfreude des kleinen Mannes geht, wenn das Thema Whisky einmal mehr eine aktive Rolle bei der Bühnenperformance spielt und wenn alle sonstigen ausgeschlachteten Klischees sämtlicher vorangegangenen Programmhefte auf den Tisch kommen, dann ist die kleine Welt für wenige Stunden in Ordnung. Dann kann man behaupten, angekommen zu sein. Paddy und seine Holyheads sorgen dafür, dass es vielleicht für die nächste Zeit so bleibt. Und das, obwohl oder gerade weil ein Dinosaurier auf der Bühne steht und seine Gitarre die Mundharmonika und Violine begleitet. Wir freuen uns sehr auf eines der letzten Originale auf dem Fest und legen euch den Sonntagsfrühschoppen wie immer sehr ans Herz!

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