ORA ET CELEBRA

Stadtmission Neu-Isenburg lädt ein zum Gottesdienst. "Was ziehen Sie vor - Musik oder Wurstwaren?" Zugegeben, das Zitat des Französischen Komponisten Erik Satie erscheint grotesk. Trotzdem arbeitet es messerscharf heraus, was Musik für die Menschen bedeuten kann. Musik zu hören, sich an Musik zu freuen ist ein Privileg! Wir dürfen uns auf den feudalen Luxus konzentrieren, uns dem hinzugeben, was die Herzen berührt. Aber, diese Erkenntnis alleine ist nur halb richtig. Was fehlt, ist sich daran zu erinnern, wer uns diesen harmonischen Wohlstand geschenkt hat. Der Wohlstand der Kultur, die unsere Gesellschaft ausmacht, die uns mit der Musik, Lyrik und Philosophie wie selbstverständlich mit in die Wiege gelegt wurde.

So selbstverständlich? Es war ein langer und steiniger Weg von den ersten Trommeln mit Gesängen bis hin zu ausgefeilten Kompositionen der Neuzeit. Und es ist auch die Forschung und die Technik, die uns weiter gebracht hat, Instrumente zu bauen und zu entwickeln. Wer hätte vor 2000 Jahren an eine Geige oder an einen Konzertflügel gedacht? Aber im Volke hat sich der Glaube als fester Bestandteil der Gesellschaft herauskristallisiert und im Zuge dessen auch die Kirchenmusik. Was ist es, das das Volk antreibt, was macht es so simpel einen Glauben zu haben? Es ist natürlich gut für das Seelenheil! Und dabei helfen nicht nur Melodien, Klänge und Ohrwürmer, sondern natürlich auch die Inhalte sämtlicher Texte. So arrangiert, dass diese dem Volke nahe sind und ohne großartige stimmliche oder musikalische Ausbildung gesungen oder gespielt werden können. Auch heutzutage lernen wir von klein auf Lieder, die uns auf einen sozialen und gemeinsamen Weg zum Miteinander führen sollen. Wo geht das besser als im Gottesdienst? Wir feiern den Schöpfer und alles, was er uns zum Leben mitgibt. Auch wunderbare Musik.

Der Gottesdienst wird von der musikalischen Poetik Gottes, in all seinen Elementen, getragen sein. Spürt in die Erkenntnis Hildegard von Bingens hinein, die wir nicht besser hätten formulieren können: "In der Musik hat Gott den Menschen die Erinnerung an das verlorenen Paradies hinterlassen." Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Stadtmission den Besuchern die Möglichkeit geben, mit der gemeinsamen Zeit, den dritten Tag des Open Doors Festivals zu beginnen. Lasst euch einladen, feiert mit uns Gottesdienst. Übrigens; im Blick auf die Einleitung: Wir freuen uns auch über Vegetarierinnen und Vegetarier, sowie Veganerinnen und Veganer!

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