Devise: From Sh*t to Hit!

Achtung Szenario: Sonntagmorgen 02:00 Uhr, der Dramaturgie nach der Höhepunkt der Hausparty, die Bude sieht bereits aus, als hätte man in eben dieser ein letztes Fest vor der Apokalypse gefeiert. Irgendeinen Hannes gibt es doch auf jeder Party, der dann schließlich das AUX-Kabel in die Hand bekommt und seine „Funky Hausparty“ Playlist anschmeißt, die er zuvor am Samstagnachmittag bei einem Sektchen extra liebevoll zusammen gestellt hat. Den kennt ihr alle, erzählt mir nix vom Gegenteil!

Ganz aufgeregt hat dieser Funky-DJ bereits den ganzen Abend über erzählt, dass er ja so lange an dieser Auswahl saß und nur die heißesten Hits und knackigsten Klassiker rausgesucht hat, die Playlist der Hammer und er echt überzeugt von seiner Liste sei. Pustekuchen. Was dann kommt, kennen wir auch alle. „Call me Maybe“, „Quit Playing Games (With My Heart)“, „Bailando“ und für die Girls natürlich „Tearin up my Heart“. Wenn ich so darüber nachdenke, kommt mir da ein kleines bisschen was von meinem Mittagessen in den Hals geschossen.

Die Partykracher hört man legal doch höchstens zum Aprés Ski, zu Fasching oder auf 80er und 90er Jahre Trash-Partys. Oder wenn man das Live Programm von Luke Mockridge schaut. Das ganze dann aber auch nur im „8-Bier-und-5-Sekt-im-Kopp-Modus“. Wenn ich mir diese Lieder außer im besagten Körperverfassung anhöre, dann nur, wenn Daniel an der Front steht und seine Jungs die mit grünem Konfetti geladenen Kanonen schon in der Hand halten. Sind wir mal ehrlich, der Claim der Band „From shit zu hit“ kommt nicht von ungefähr. Wenn jemand Scheiße in Gold verwandeln kann, dann sind es die Jungs von The Punch’n’Judy Show. „La Isla Bonita“ ist dann nämlich kein nerviger 80er Jahre Trash Song mehr, sondern ein P’n’J Original – sorry not sorry Madonna. Schon seit vielen Jahren sind die Restauratoren von übermäßig nervigem Liedgut gerngesehene Gäste auf unserem Festival. Das war so, das ist so und das wird auch immer so bleiben. Also schwingt das Tanzbein und seht zu, dass eure Stimmen gut geölt sind, die Texte kennt ihr alle, nicht nur Hannes.

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