NONVERBALE POESIE

Explosion! Roboter-Roadies kämpfen gegen Zombie-Gitarristen kämpfen gegen Zauberer-Keyboarder kämpfen gegen Ritter-Schlagzeuger kämpfen gegen Piraten-Bassisten kämpfen gegen Alien-Sänger kämpfen gegen Monster-Tontechniker kämpfen gegen Helikopter-Bühnenmanagement - im Weltraum! Feuer und Flammen türmen sich auf. Sie glauben Midriff ist wie ein Gewitter? Falsch. Midriff ist wie ein Tornado! Mit Gitarren und Mikrofonen und Trommelkesseln. Ein Trommloklampfonardo mit Nierencharakteristik.

So ein Schwachsinn, denken Sie sich? Richtig! Alles Quatsch. Midriff sind in keinem bewusstseinserweiternden Stadium, jenseits von Gut und Böse, sie sind drei junge, stattliche und fesche Burschen, die ihr Handwerk verstehen. Sie sind Musiker, die auf der Erde geblieben sind, bodenständig wie sonst kaum eine Band. Aber sie kommen nicht von hier, sondern von weit, weit weg. Österreich. Tirol. Und da wären wir beim nächsten Thema. Ihre Texte verfassen und singen sie zwar auf englisch, aber sprechen zwischen den Songs eine Art deutsch, welche in ihrer Form oftmals vom schönen hessischen Dialekt abweicht.

Sie mögen Sprache? Vergessen Sie den Superlativ, nehmen sie Midriff und nutzen sie den Ultralativ!  “Du bist der schnellste Gitarrist! – Ich bin der Midriffgitarrist!” Steigern sie alles so weit, dass es zu Midriff wird! Schnell, schneller, am schnellsten, Midriff! Steigern sie Namen! “Früher war ich Paul aber heute bin ich am Paulsten!” Sie mögen immer noch Sprache? Midriff ermöglichen Ihnen das Futur III! Beschreiben Sie Vorgänge, die in der Zukunft schon so weit abgeschlossen sind, dass sie in der Gegenwart stattfinden! Das ist wie Präsens, aber umständlich! Beispiel: Futur II “Ich werde gerockt haben” - Futur III “Ich werde gerockt hatten!” Funktioniert übrigens auch im Passiv: Futur II Passiv “du wirst gerockt worden sein” - Futur III Passiv “Du wirst gerockt worden waren!”.

Aber man muss sich ja nicht mit ihnen unterhalten, es reicht, wenn man die Musik voll uns ganz genießt. Und die Musik ist der pure Wahnsinn. Was die drei Jungs da auf die Bühne zaubern, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Die Musik ist weit mehr als ein Trommloklampfonardo, sie führt zur unmittelbaren Hormonausschüttung und setzt körpereigene Glücksgefühle frei, von denen man gar nicht wusste, dass sie in einem stecken. So etwas haben Sie noch nie gesehen. Drei Musiker auf der Bühne und ein fetter Sound, als würde ein ganzes Orchester auftreten. Und das ganz ohne Zusatzstoffe oder extern zugeführte Hilfsmittel. Kein Playback, kein Keyboard, keine Samples. Und das Beste kommt zum Schluss: Wer Befürworter handgemachter Rockmusik ist, der wird beeindruckt sein, und nicht zuletzt davon, dass der Sänger der Band am Schlagzeug sitzt! Auf dass die Flammen in den Abendhimmel emporsteigen und die Ninjas mit ihren Streitäxten für aurale Glücksgefühle sorgen. Midriff machen eben glücklich. Und wer die Musik toll fand, darf nach dem Konzert trotz Sprachbarriere gerne den Dialog aufsuchen und CDs und T-Shirts für die ganze Familie einkaufen.

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