#OffeneOhren

Wenn man sich das Bandfoto von „Lady Moustache“ ansieht, könnte man fast meinen, man habe es mit einer bereits erfolgreichen Londoner Indie-Band zu tun, die sich aus in Berlin-Mitte lebenden Studenten zusammengefunden hat, sich aber lieber als Londoner Band ausgibt, weil es einfach mehr #edgy #urban klingt. Allerdings ist diese Behauptung lediglich dem Style der „Ladys“ geschuldet.

Das Klischee des typischen „Berliner Hipsters“ erfüllen sie mit ihren Vollbärten, in die man sich einkuscheln möchte, sowie Birkenstock-Schlappen und engen Röhrenjeans jedenfalls allemal. Und das alles obwohl sie nur aus Frankfurt kommen. Um jedoch das gängige Klischee „der Hipster von heute versucht sich dem Mainstream zu entziehen“ noch mehr zu erfüllen, halten sich unsere Männer mit der kuscheligen Gesichtsbehaarung, hornigen Hornbrillen und zu engen Hosen in keiner Weise an irgendeinen Mainstream, und das ist gut so. Mit ihren Sounds kreieren sie ihren ganz eigenen Wiedererkennungswert, den wir doch in heutigen Zeiten so oft vermissen. Soundtechnisch haben wir es hier mit einer weiterdenkenden Band zu tun, ein extrem weltoffener Farbton schlängelt sich durch ihre Werke und sie klingen so gar nicht nach Garage –  in unseren Augen könnten Lady Moustache sogar ohne Probleme in der Liga rund um The Killers, Artic Monkeys, Arcade Fire oder den Imagine Dragons mitspielen.

Hört man sich die ersten Veröffentlichungen der Hipsterboys an, so findet man feinste handgemachte Melodien, die trotz ab und an aufkommendem Minimalismus, samt eingehenden Texten im Kopf bleiben (siehe „Next to you“ – wir tragen diesen Song bereits seit Wochen dank eines Ohrwurmes mit uns herum). Um Lady Moustache gut zu finden, muss man absolut kein Indie-Fan sein, keine 70er Jahre Rocklegenden kennen, keine Projekte mit seiner Spiegelreflexkamera in Berlin-Mitte dokumentieren oder Club Mate als sein liebstes Getränk erwähnen. Es reichen schlichtweg offene Ohren und der Mut zu Neuem.

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