Wolpertinger Reloaded

Eine gruselige Vorstellung ist es, was unsere Freunde im benachbarten Freistaat mit erlegten Tieren veranstalten. Seit vielen Jahrhunderten ist es im südlichen Deutschland und Alpenvorland Tradition, den ausgestopften Kadavern Gliedmaßen anderer präparierter Aase anzutackern. Am Ende zieren dann Adlerflügel, ein Entenschnabel und ein Hirschgeweih einen Hasenkörper. Seit Jahrhunderten ist das so und keiner sagt was, eigentlich unglaublich.

In einer Vollmondnacht tobte ein stürmisches und unerbittliches Gewitter über das oberbayerische Hochland. Ein Blitz schlug in ein mit solch unsäglichen Fabelwesen gespicktes Etablissement am Waldesrand ein. Das gleißende Licht mit seinen nahezu unendlich vielen Volt bahnte sich seinen Weg durch Decken und Wände und erreichte schließlich die drei nebeneinander aufgebahrten Mischwesen. In frankensteinscher Manier fingen die Muskeln an zu zucken und das Leben fuhr zurück in die bizarren Tierpräparate. Mit Gepolter und Geschrei entflohen die drei Ex-Wolpertinger aus der Berghütte und verschwanden in der regnerischen Nacht. Weg waren sie, auf ihrem Weg in den Norden.

Einige Tage später strandeten sie in Wiesbaden und es dauerte nicht lang bis sie ihre Leidenschaft für ausgeflippte Rockmusik entdeckten. Mit Gitarre, Bass und Schlagzeug bewaffnet nannten sie sich ab sofort Animal Bizarre und machten ihrem Namen in der Szene der regionalen Unterwelt alle Ehre. Brüllende, stumpfe Geräusche bahnen sich ihren Weg von Verstärker bis Lautsprecherboxen. Schnell hatten sie viele Anhänger gefunden, die den extrovertierten Stil der drei Exzentriker schwer abfeierten.

Ihre Musik ist so ausgeflippt und extravagant, dass sie nicht nur als ein bunter Farbtupfer, sondern als eine neongrelle Explosion in der so grauen und eintönigen Musiklandschaft auffallen. Und so wagen wir in diesem Jahr das tierische Experiment: Animal Bizarre wird das Programm des Musikspektakels definitiv bereichern. Nie dagewesene Typen auf der Bühne und spezielle interstellar anmutende Sounds lassen die Wadenmuskulatur des geneigten Fans zucken, den Hintern kreisen, die Magengrube kribbeln, das Herz aufgehen und den intelligenten Kopf die größte Party des Jahres feiern.

 

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