DAMENROCK STATT HERRENHEMD!

Was wäre passiert, wären die Young-Gebrüder damals Schwestern gewesen? Hätten sie auch AC/DC gegründet? Wären sie mit ihren Hits genauso erfolgreich gewesen, hätten sie auch den Rockolymp erklommen und hätten sie letztes Jahr trotzdem Axl Rose in die Band gelassen? Hätte, hätte, Fahrradkette. Dass Hard-Rock eine reine Männerdomäne sein soll, ist auch nur ein Gerücht. Denkt man an Joan Jett, Doro Pesch oder Janis Joplin, ist das haltlose Geschwätz endgültig zerschlagen.

AC/DC sind aber nun mal Buben und tragen zum Teil sogar Schuluniform mit Krawatte und kurzer Hose, ganz klassisch eben. Rocken können aber auch Mädels und genau das beweisen uns X-Hells. Die fünf Damen der Schöpfung kommen aber nicht aus Australien, sondern entstammen unseren Breitengraden.

Das tut aber einer ekstatischen Bühnenshow keinen Abbruch, im Gegenteil: Die X-Hells wedeln zusammen mit der Little Miss Angus wie die Derwische über die Bühnenbretter und hinterlassen nicht nur Sohlenabrieb, sondern echte Brandspuren auf dem Boden. High Voltage Frauenpower ist angesagt. Sie rollen unter Volldampf mit dem Rock’n’Roll Train auf dem Highway to Hell in die Hugenottenstadt und entern die Fraport Bühne mit Karacho. They will “shook you all night long”, so viel steht fest. Und dabei hauen sie so kräftig in die Saiten, dreschen auf die Kessel und malträtieren die Mikrofone, bis der letzte Staub aus den angrenzenden Gebäuden geflogen ist und das Mauerwerk anfängt zu bröckeln. Es donnern die Kanonen, es dröhnen die Glocken, die Hells Bells! Und auf diese, also mitten auf die Zwölf, gibt’s dann auch noch von den X-Hells obendrein.

Wer AC/DC kennt und liebt, der wird in eine völlig neue Welt entführt, in der Amazonen regieren und sich die Emanzipation die Gitarre um die Schultern schnallt. Es wird sich bunt durch die Historie der australischen Legenden gerockt, von den guten alten Bon Scott Nummern über die hitverdächte Brian Johnson Ära, und das alles mit der geballten Kraft und dem grazilen Charme der jungen Damen auf der Bühne. Eine helle Freude sind die X-Hells allemal und stänkern mächtig gegen die Jungs an, „for those about to rock“. Mit dem Bier in der einen und der Pommesgabel in der anderen Hand, wird dieses Konzert zu einem puren Erlebnis mit blinkenden Teufelshörnern auf dem Kopf.

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