Ohrenbestäubend

Schon mal Gedanken darüber gemacht, wie das menschliche Ohr eigentlich funktioniert? Nein? Ich auch nicht. Im November vergangenen Jahres war es bei mir allerdings so weit, ich hatte diesen Gedankengang. Angeregt lauschte ich einer Band, die ich bereits einige Male erleben durfte. Auf der Bühne entsteht ein Ton, der sich dann den Weg in unseren Gehörgang erschleichen muss, um darauf folgend endlich im Gehirn zu landen So viel konnte mir Dr. Google bisher verraten. Zugegebenermaßen bin ich keine studierte Ärztin, aber was ich euch jetzt erkläre, hat Hand und Fuß – ich schwöre!

Das ganze funktioniert nämlich so: Harry steht auf der Bühne und stimmt den nächsten Song an. Der Tontechniker dreht an bunten Knöpfchen, damit man Harry ganz klar über die Beschallungsanlage hören kann. Ich stehe vor der Bühne und fokussiere mit meinen Augen die gesamte Band, denn bei den SuperPhoniX weiß man gar nicht wen man anhimmeln soll – also liegt der Fokus auf dem Gesamtbild. Es ist also nicht nur Harry, der diesen Ton zu einem macht. Glaubt ihr nicht? Ist aber so!

Aufgepasst, geht ja noch weiter. Jetzt liegen die Schwingungen des Tones in der Luft. Mein Gehirn springt genau in diesem Moment an. „Ding Ding Ding“ ich kann einen leichten Glockenschlag in meinem Kopf hören – heißt für meinen Gehörgang, volles Rohr ab damit in die Emotionskammer! Ich muss zugeben, dass diese Kammer keine Abstellkammer, sondern eher ein Großraumbüro von schätzungsweise 400 qm misst, aber darum soll es nicht gehen. Ich fasse bis hierher zusammen: Harry singt, Technik dreht am Knopf, Fokus auf die ganze Band, Glockenschlag im Hirn, durch Gehörgang geleitet: Zack, „Emotionskammer“. Ab hier gilt dann: Völlige Eskalation. Für Gesicht, Beine, Arme, Gesäß – das einzige was hier noch still steht, ist mein Getränk, das ich vorsorglich auf die Seite gestellt habe.

So einfach das mit dem Ton, der sich in meinen Kopf schleicht, ist, ist es auch mit dem Konzept von SuperPhoniX. Das nicht nur musikalisch, sondern auch optisch sexieste Ensemble ganz Hessens lässt keine Diskussionen über Qualität offen. Starke Stimmen an der Front, exzellente Musiker im Background, die diese Stimmen klangvoll untermalen. Ich sagte ja bereits, es ist ein einfaches, aber vor allem überzeugendes Konzept. Der erfolgreiche Mix aus aktuellen Chart-Hits, sowie Klassikern des Souls und Funk fruchtet immerhin bereits seit einigen Jahren. Die immer wieder neu gestaltete Setlist von SuperPhoniX gefällt uns, wie ihr vielleicht gemerkt habt, ebenso seit einigen Festivaljahren. Euphorie- und Gänsehautmomente gibt es bei jedem Gig der SuperPhoniX übrigens gratis und in großen Mengen on top. Wer meine eher semi-professionelle Beschreibung des menschlichen Ohres bis hier hin übrigens nicht verstanden hat, der überzeuge sich doch bitte selbst von meiner Behauptung – vor der Bühne, mit offenen Ohren.

 

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