SACHSEN VOR SAXONHAUSEN

Es ist jetzt circa 35 Jahre her, dass ich Mallet zum ersten Mal gesehen habe. Es war in Frankfurt Sachsenhausen im Hard Rock Cafe, das leider schon lange nicht mehr existiert. Damals noch ein Geheimtipp, da Mallet es noch nicht geschafft hatte die Bühnen der amtlichen Live-Clubs in Sachsenhausen zu erklimmen. Dieses sollte sich schnell ändern und mir war auch nach ein paar Minuten schon klar warum. Ein energetischer druckvoller Auftritt, der damals noch aus vier Musikern bestehenden Band, fegte wie ein Tornado durch das Hard Rock Cafe und ließ keinen Stein auf dem anderen stehen.

Und im Gegensatz zu all den anderen Bands, die gerade in Frankfurt die Clubs unsicher machten, beschränkte sich Mallet nicht auf das covern, also das nachspielen von angesagten Rocksongs, sondern komponierten und produzierten ihre eigenen Hymnen, die den gecoverten Top 5 Titeln in keinster Weise nachstanden.

Bis heute ist es mir immer noch ein völlig ungeklärtes Rätsel, warum die Eigenkompositionen der Band es nicht in die Charts gebracht haben, und Mallet immer noch in Sachsenhausen, jedoch inzwischen im Spritzehaus spielt, anstatt in der Commerzbank Arena. Das fragten sich allerdings auch noch einige Leute mehr und so landete die Band doch noch in den großen Stadien. Zwar nicht als Main-Act, aber vielleicht ist die Anerkennung und der Respekt für die musikalische Qualität, welche Mallet nach 35 Jahren immer noch auf die Bühne zaubert, noch höher zu bewerten wenn man mal liest, welche Top-Acts sich Mallet schon auf ihre Bühnen geholt haben, um ihren Fans endlich mal was ganz besonderes zu bieten. Da alle zu nennen die Seitenzahl unseres Programmheftes sprengen würde hier jetzt nur in Auszügen beginnend mit deutschen Künstlern: Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Scorpions, Spider Murphy Gang, Rodgau Monotones aber jetzt geht es erst richtig los: Internationale Acts: der legendäre James Brown, Deep Purple, Saxon, Manowar, Steppenwolf, Bruce Dickinson, Slade, Emerson Lake & Palmer, Bonfire, Gotthard, Uriah Heep, Alvin Lee, Mother’s Finest, Iggy Pop, Manfred Mann’s Earthband, Foreigner, The Wailers, Roger Chapman, Sweet und noch viele mehr. Es ist eigentlich unglaublich.

Und noch unglaublicher ist, dass wir sie auf dem Open Doors Festival haben. Inzwischen als Trio aber immer noch genau so energetisch wie vor 35 Jahren im Hard Rock Cafe und kein bisschen müde. Natürlich immer noch mit einem vollen Tourplan und immer wieder mit neuen Songs im Gepäck. Die drei Jungs sind sich nie zu schade, egal auf welcher Bühne sie spielen, das Beste zu geben. Viele andere Bands wären bei solchen Referenzen schon lang abgehoben und würden ihre Nasen im Olymp der Musikgötter röten, aber nicht Mallet. Die Band bleibt erdig und rockt und rockt und scheint die Nase nicht voll zu bekommen.

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